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Wenn ein Bauzaun Geschichte schreibt – und daraus ein neues Projekt entsteht
 

Was gewöhnlich am Rand einer Baustelle steht und kaum Beachtung findet, wurde in Balingen zum Ausgangspunkt einer besonderen Geschichte: ein Bauzaun. Doch dieser Bauzaun war keiner wie jeder andere. Die Volksbank Zollernalb eG wollte ihm Charakter verleihen – und beauftragte die Agentur Rudek mit der Gestaltung eines großformatigen Wimmelbilds, das markante und liebenswerte Orte der Stadt Balingen zeigt.

Mit viel Hingabe entstand ein kunstvolles, detailreiches Motiv, hinter dem die kreativen Köpfe Martin Rudek und Tobias Steger stehen.

Ein Bauzaun, der mehr war als ein Bauzaun

Im Juli 2021 begann am Rappenturm der Abbruch der bestehenden Gebäude. Während der gesamten Bauzeit – vom ersten Bagger bis zum Neubau des Geschäfts- und Wohngebäudes – begleitete der Bauzaun täglich das Geschehen.

Das Wimmelbild wurde dabei weit mehr als schmückendes Beiwerk. Es entwickelte sich zum beliebten Hingucker und zum spielerischen Treffpunkt: Immer wieder verbargen sich darin kleine Gewinnspiele, die Passanten, Nachbarn und vor allem Kinder zum Suchen, Entdecken und Schmunzeln einluden.

Mit dem Richtfest im Frühjahr 2024 endete die Zeit des Bauzauns am Rappenturm. Doch das Ende markierte zugleich den Beginn einer neuen Geschichte.

Vom Baustellenbanner zum neuen Produkt

Aus den einstigen Bauzaunbannern entstand ein innovatives Upcycling-Projekt, getragen von drei regionalen Partnern: der Hochschule Albstadt Sigmaringen, der Lebenshilfe Zollernalb sowie der Volksbank Zollernalb eG.

Die Volksbank stellte nach Abschluss der Bauarbeiten die großformatigen Wimmelbild-Banner als Rohmaterial zur Verfügung. Von der ersten Idee über die Entwicklung bis hin zur Fertigung übernahmen die Studierenden der Hochschule und die Beschäftigten der Lebenshilfe alle weiteren Schritte – ein Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe.

Von der Idee zum fertigen Produkt

Im 6. Semester des Bachelorstudiengangs Textil- und Bekleidungstechnologie entwickelten die Studierenden kreative Upcycling-Produkte aus dem robusten Bannerstoff. Der Projektverlauf umfasste:

  • Reinigung und Vorbereitung der Banner
  • Ideenfindung und Entwicklung erster Konzepte
  • Anfertigung physischer Prototypen für sechs Produktideen
  • Zwischenpräsentation und Feedback der Projektpartner
  • Auswahl der drei überzeugendsten Produktkonzepte
  • Erstellung von Schablonen und Schulungsunterlagen für die spätere Fertigung

Ziel war es, dem Material eine neue, langlebige und alltagstaugliche Bestimmung zu geben.

Gemeinsame Fertigung bei der Lebenshilfe

Ein Höhepunkt des Projekts war der praktische Nähworkshop bei der Lebenshilfe/ZAW gGmbH in Ebingen. Dort fertigten die Beschäftigten – fachlich begleitet von den Studierenden – die ausgewählten Produkte Schritt für Schritt selbst an.

Damit entstand nicht nur ein nachhaltiges Produkt, sondern auch ein wertvoller inklusiver Lern- und Arbeitsprozess, von dem alle Beteiligten gleichermaßen profitierten.

Ein Projekt, das verbindet

Das Upcycling-Projekt steht beispielhaft für die Kraft regionaler Zusammenarbeit:
Die Volksbank stellte das Material bereit, die Hochschule brachte Wissen und Ideen ein, und die Lebenshilfe verwandelte die Entwürfe in handgefertigte Produkte.

So wurde aus einem unscheinbaren Bauzaun ein verbindendes Gemeinschaftsprojekt – kreativ, wertschöpfend und nachhaltig.

Die Upcycling-Produkte können auf unserer Geschäftsstelle in Balingen bis zum 15.04.2026 angeschaut werden.

  • Vernissage
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